Kom­pres­si­ons­strümp­fe — Funk­ti­on ver­ste­hen und rich­tig anziehen

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Training Beinvenen

Schwe­re Bei­ne und wie Kom­pres­si­ons­strümp­fe hel­fen können

Wenn unse­re Venen schlecht funk­tio­nie­ren, ist Acht­sam­keit wich­tig. Früh erkannt, kann ein Venen­ver­sa­gen hin­aus­ge­zö­gert oder sogar ver­hin­dert werden.

 

Was macht eigent­lich eine Vene?

Venen sind die Blut­ge­fä­ße, die das Blut aus Armen und Bei­nen zum Her­zen zurück füh­ren. Sie machen aber noch viel mehr. Sie neh­men Flüs­sig­keit aus dem umlie­gen­den Gewe­be auf und mischen die­se wie­der in den Blut­strom ein. Mit der Gewe­be­flü­sig­keit sor­gen die Venen auch für den Abtrans­port von Stoff­wech­sel-Pro­duk­ten aus dem umlie­gen­den Gewe­be. Und: Nur wenn Venen das Blut abtrans­por­tie­ren, kann sauer­stoff­rei­ches Blut mit vie­len Nähr­stof­fen nach­flie­ßen und Gewe­be ernäh­ren und Mus­keln die Arbeit ermöglichen.

Wie bei vie­len Kör­per­funk­tio­nen mer­ken wir von der segens­rei­chen Arbeit der Venen nichts, wenn sie funk­tio­nie­ren. Wenn sie aber erkran­ken, kann das die Lebens­qua­li­tät stark beein­flu­sen. Zum Glück ver­sa­gen Venen in der Regel nicht schlag­ar­tig son­dern signa­li­sie­ren, wenn es ihnen nicht gut geht. Und das gibt Zeit zum Handeln.

 

Die Mus­kel­pum­pe

Der Rück­trans­port von Blut aus Armen und Bei­nen wird nur zum klei­nen Teil vom Her­zen geleis­tet. Viel wich­ti­ger ist die soge­nann­te “Mus­kel­pum­pe”.

Muskelpumpe
Waden­pum­pe

Bei einer Bewe­gung des Waden­mus­kels wer­den die Venen im Bein, vor allem die soge­nann­ten tie­fen Bein­ve­nen, zusam­men­ge­drückt und damit Blut transportiert.

Bei einer Ent­span­nung des Waden­mus­kels fließt das Blut aber nicht wie­der zurück. Klap­pen in den Venen ver­hin­dern das.

Viel Bewe­gung unter­stützt also das Herz und hält die Venen gesund.

Wenn Venen versagen

Das Ver­sa­gen von Venen beruht meist auf einem Funk­ti­ons­ver­lust der Klap­pen. Die­se schlie­ßen dann nicht mehr richtig.

Varikose Venenversagen
Venen­ver­sa­gen

Ein Klap­pen­vera­gen führt dazu, dass die Mus­kel­pum­pe schlecht funk­tio­niert. Zwar wird das Blut zunächst Rich­tung Herz gedrückt.

Weil die Klap­pen aber nicht rich­tig schlie­ßen, fliest das Blut wie­der zurück. Trotz Bewe­gung ent­steht fast kein Blut­trans­port mehr.

End­ergeb­nis: das Blut steht in den Venen fast still. Die Venen kön­nen ihre Trans­port­funk­ti­on nicht mehr aus­üben. Zahl­rei­che nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen sind die Folge.

 

Die Venen­er­kran­kung

Die schlech­te Durch­blu­tung, die aus dem Klap­pen­ver­sa­gen ent­steht, zieht das gesam­te Gewe­be in Mit­lei­den­schaft. Wenn man nichts unter­nimmt, ver­schlech­tert sich der Venen­zu­stand wei­ter. Zudem kn die geamt Glied­ma­ße erkranken.

Venenerkrankung
Venen­er­kran­kung

Eine Venen­er­kran­kung lässt sich oft schon von außen erken­nen.

Haut und Blut­ge­fä­ße zei­gen sich viel­fach krank­haft verändert.

Die schlech­te Ver­sor­gung des Gewe­bes mit Sauer­stoff und Nähr­stof­fen kann zu einem Geschwür­lei­den füh­ren, dem Ulcus cru­ris.

Wäh­rend die­se Ver­än­de­run­gen das Aus­se­hen betref­fen sind die Leis­tungs­ein­schrän­kun­gen, die ein Gefäß­lei­den bedeu­tet, gravierender.

Neben den venen kön­nen auch die bein­ar­te­ri­en erkran­ken. Die soge­nann­te Schau­fens­ter-Krank­heit ist Aus­druck einer Man­ge­durch­blu­tung der Bei­ne durch einen Ver­schlus der Arterien.

Tipps für die Gesund­heit von Venen

Venö­se Erkran­kun­gen schrei­ten in der Regel lang­sam vor­an und kön­nen auch von Lai­en früh erkannt werden.

Zunächst gilt es, Risi­ko-Fak­to­ren zu ver­mei­den. Vie­le Risko­fak­to­ren lie­gen in der Lebens­füh­rung begrün­det. Eini­ge davon sind

  • zu wenig Bewegung
  • zu hohes Körpergewicht
  • Blut­hoch­druck
  • Dia­be­tes

Die Ver­mei­dung oder Ver­min­de­rung von Risi­ken beugt einem Venen­lei­den vor, kann aber auch ein bestehen­des Lei­den bessern.

Wenn Sie den Ver­dacht haben, dass Ihre Venen nicht gesund sind, soll­ten Sie sich ver­trau­ens­voll an einen Arzt wen­den und Ihre Ver­mu­tun­gen und Beschwer­den mit ihm besprechen.

Vie­les kön­nen Sie aber sel­ber zur Gesund­erhal­tung tun.G

Kom­pres­si­ons­strümp­fe

Kom­pres­si­ons­strümp­fe drü­cken die Venen auch dann zusam­men, wenn die Mus­keln gera­de nicht arbei­ten. Kom­pres­si­ons­strümp­fe kön­nen so zu einer wesent­li­chen Ver­bes­se­rung der Sym­pto­ma­tik bei­tra­gen. Sie wer­den oft im Rah­men einer soge­nann­ten Kom­pres­si­ons­the­ra­pie ein­ge­setzt. Pati­en­ten pro­fi­tie­ren von indi­vi­du­ell ange­mes­se­nen Strümp­fen. Mehr zu Klas­sen von Kom­pres­si­ons­strümp­fen und dem ganz­heit­li­che Ansatz der Kom­pres­si­ons­the­ra­pie fin­den Sie zum Bei­spiel unter wel­che Kom­pres­si­ons­strümp­fe brau­che ich?

Bewe­gung

Nut­zen Sie jede Mög­lich­keit zur Bewe­gung. Dabei geht es nicht um sport­li­che Wett­kämp­fe. Es geht dar­um, die Mus­kel­pum­pe mög­lichst oft ein­zu­set­zen. Par­ken Sie Ihr Auto nicht am Geschäfts­ein­gang son­dern wei­ter weg. Genie­ßen sie jeden dadurch mög­li­chen Schritt. Nut­zen sie die Trep­pe, nicht den Auf­zug. Falls sie im Büro arbei­ten: Ste­hen sie immer­wie­der auf. Holen Sie sich ein Getränk oder füh­ren Sie Gesprä­che mit Kol­le­gen auch ein­mal an einem Steh­tisch. Mehr Hin­wei­se fin­den sie in unse­ren -» Tipps zur Bewe­gung am Arbeitsplatz.

 

Gesun­de Ernährung

Du bist, was Du ißt. wer die­se Weis­heit beherrscht, weiß wor­auf es ankommt. Alles, was wir in den Ein­kauf­wa­gen legen, lan­det letzt­lich auf unse­ren Hüf­ten. Das kön­nen Zucker und schlech­te Fet­te im Über­maß sein.

Oder aber Vit­ami­ne, wert­vol­le unge­sät­tig­te Öle und sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe. Sie alle wir­ken sich direkt oder indi­rekt auf die Venen­ge­sund­heit aus.

Wert­vol­le Anre­gun­gen und Tipps für eine noch bes­se­re Ernäh­rung fin­den Sie in die­sem Arti­kel zur -» Ernäh­rung und Gesundheit.

Tipp: Kom­pres­si­ons­strümp­fe rich­tig anziehen

  • Zie­hen Sie Ihre Strümp­fe gleich mor­gens an.
  • Ver­wen­den Sie Hand­schu­he, bei­spiels­wei­se von medi.
  • Rund­ge­feil­te, glat­te Fin­ger­nä­gel scho­nen das Strumpfmaterial.
  • Legen Sie abste­hen­de Fin­ger­rin­ge erst nach dem Anzie­hen an.
  • Gepfleg­te, glat­te Fer­sen und Zehen­nä­gel scho­nen das Strumpfmaterial.

 

Was Sie ver­mei­den sollten

  • Ver­mei­den Sie Fal­ten und das Über­deh­nen des Mate­ri­als, indem Sie das Gestrick gleich­mä­ßig am Bein verteilen.
  • Legen Sie Ihre medi­zi­ni­schen Strümp­fe nicht an, indem Sie die­se aus­schließ­lich nach oben zie­hen, son­dern das Gestrick in Etap­pen zie­hen und verteilen.
  • Ver­mei­den Sie, die Kom­pres­si­ons­ver­sor­gung zu hoch zu zie­hen, indem Sie auf den kor­rek­ten Sitz ach­ten: Knie­strümp­fe bis zwei Zen­ti­me­ter unter der Knie­keh­le / Schen­kels­trümp­fe bis zwei Zen­ti­me­ter unter der Po-Falte)

 

Ein Video, das Ihnen hel­fen kann

Manch­mal ist es gut, sich anzu­se­hen, wie man etwas macht. In die­sem Video zum Anzie­hen von Kom­pre­si­ons­strümp­fen erhal­ten Sie Hin­wei­se  und Tipps.

Venen­ge­sund­heit als Schönheitselixier

Die Gesund­heit Ihrer Venen ist ist ein wesent­li­cher Anteil Ihrer Gesund­heit und ihres Wohl­be­fin­dens. Es lohnt sich, die­sen unauf­fäl­li­gen Hel­fen mehr Auf­merk­sam­keit zu schen­ken. Wenn Sie sich wei­ter infor­men möch­ten, fin­den sie hier noch mehr zum The­ma Venen­ge­sund­heit.

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